Bild: Fundus

Einer steht auf

VonKK Iserlohn (THa) 30. März 2026

Ostergruß von Superintendent Oliver Günther

Einer steht auf.

Hammerschläge.
Die Erde bebt.
Spöttischer Hohn durchschneidet den Schmerz.
Der Vorhang reißt entzwei.
Ein letzter Schrei; dann verstummt das Leben.
Der Karfreitag endet in Totenstille.

Raketen schlagen ein.
Die Erde bebt.
Die Gewalt triumphiert.
So ist unsere Welt.
Erschüttert. Zerrissen. Machtlos.

Und keiner steht auf, der den tobenden Mächten wirksam Einhalt gebieten könnte.

Einer steht auf.
Wir Christenmenschen glauben von Ostern her und leben auf Ostern hin.
Österliche Hoffnung stellt sich der Wirklichkeit, die uns umgibt.
Österliche Hoffnung kann sich gar nicht daran vorbeimogeln.
Österliche Hoffnung stellt sich allen tödlichen Verstrickungen in den Weg.
Widerständig. Trotzig. Getrost.

Einer steht auf.
Weil Gottes Liebe stärker ist.
Weil Gottes Kraft die tödlichen Mächte überwindet.
Weil das Leben siegt.

Der Gekreuzigte ist auferstanden. Wahrhaftig!
In ihm zeigt sich Lebenskraft.
Im auferstandenen Christus offenbart sich die Fülle göttlicher Liebe in ihrer ganzen Reichweite. Sie reicht bis in den hintersten Winkel der Todesfinsternis hinein.

Christus ist auferstanden.
Diese Hoffnung lässt sich nicht machen. Die Erleichterung darüber auch nicht.
Die Lebensfreude, die daraus erwächst, lässt sich aber entdecken. Wir können ihr nachspüren; sie empfangen. Auf ihre Gegenwart und Kraft vertrauen. Sie annehmen. Hinnehmen. Mit hineinnehmen in unsere Welt. In mein Leben. In unsere Kirche, die SEINE Kirche war, ist und bleiben wird.

Christus ist auferstanden.
Das glaube ich. Daran klammere ich mich. Daraus erwächst mir Widerstandskraft. Glaubensmut. Hoffnungsbereitschaft. Darin gründet im Grunde mein ganzes Leben. Dieser geheimnisvolle Glaubenssatz wird mir in meiner Zeit zum tragenden Fundament meiner alltäglichen Bedrängnisse – auch meiner Zukunftssorgen um die Kirche – auch meiner Wirklichkeitserfahrungen einer unerlösten Welt.

Erlösung.
So wie Christus erlöst wurde aus der Tiefe seines Leidenswegs – so vertraue ich auf Erlösung für diese Welt, für alle Kreatur, für mich selbst. Erlösung kann ich auch nicht machen. Sie ist aber geschehen. Das will ich glauben. Gewiss. Und sie wird möglich, weil Einer auferstanden ist und wann immer einer aufsteht und sich hoffnungsvoll den Verhängnissen dieser Zeit in den Weg stellt. Trotzig und getrost.

Einer steht auf.

Ich wünsche Ihnen Widerstandskraft, wo immer sie geboten ist;
Glaubensmut, wo immer er von Nöten ist;
Trost, weil Christus auferstanden ist.

Aus dem Ev. Kirchenkreis Iserlohn grüßt Sie österlich

Pfarrer Oliver Günther, Superintendent

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